Ausleitende Therapieverfahren
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Herrmann & Saunders  
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Sie gehen auf die Humoralpathologie  zurück, der zufolge Krankheiten durch eine falsche Mischung der Körpersäfte (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle) entstehen. Die fehlerhafte Mischung der Körpersäfte, auch als Dyskrasie bezeichnet, wird behandelt, indem schädliche Stoffe nach außen ausgeleitet oder falsch verteilte umverteilt werden.

Heute werden die Techniken angewandt um den Lymphfluß zu aktivieren, die Durchblutung zu fördern, das Gewebe zu entgiften und über die Reflexzonen des Organsystems zu beeinflußen.

Schröpfen:

Durch das Setzen von evakuierten Schröpfgläsern wird eine Saugwirkung auf das darunterliegende Gewebe ausgeübt. Über die Schröpfzonen wirkt dies indirekt auf die Organe, deren Stoffwechsel und Durchblutung so angeregt werden. Beim blutigen Schröpfen kommt es zudem zur Ausleitung von Gift- und Krankheitsstoffen.

Baunscheidtverfahren:

Durch die großflächige Reizung der Haut wird reflektorisch die Durchblutung der Organe, die den Segmenten zugeordneten sind, angeregt und somit eine Tonisierung erreicht. Zudem wird der Lymphfluß aktiviert und Gift- und Krankheitsstoffe werden nach außen geleitet.

Blutegeltherapie:

Die Wirkung beruht zum einen auf dem Blutverlust, zum anderen auf dem Blutegelwirkstoff, der dabei in die Blutbahn gelangt. Dieser wirkt gerinnungshemmend, antithrombotisch, lymphstrombeschleunigend und gefäßkrampflösend.